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Geschrieben von Administrator   
10.01.2007

Der Neuöttinger Faschingsumzug "GAUDIWURM"

Umzugstermin 2009: 21. Februar - 14:00 Uhr

Der Gaudiwurm ist eine Veranstaltung der Stadt Neuötting die gemeinsam mit den umliegenden Faschingsgemeinden die Qualität der Faschingsumzüge verbessern wird. Wir von der Faschingsgesellschaft Neuötting freuen uns schon auf einen tollen Umzug mit vielen lustigen und interessant Wägen und Fußgruppen.

Die Anmeldung erfolgt über die Stadt Neuötting, alle wichtigen Infos findet ihr aber auch hier. Wer beim Gaudiwurm einen Verkaufsstand haben will, benötigt einen Antrag auf vorübergehende Gaststättengenehmigung - diese gibt es ebenfalls im Rathaus bei Frau Petra Vetter 08671/9980-15.

Sicherheits-Abnahme der Wägen ist am Samstag, den 21. Februar, ab 11.00 Uhr am Volksfestplatz.

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1. Anschreiben Hinweisblatt Anmelde-Formular


Alt-Neuöttinger Anzeiger vom 10.01.2007

"Kein Kampfsaufen mehr bei Faschingszügen“

Kommunen und Faschingsgesellschaften erarbeiten Verhaltenskodex - „Wir wollen wieder mehr Qualität“

Neuötting (ecs). Die Faschingszüge in den Landkreisen Altötting und Mühldorf sollen wieder in geordneteren Bahnen ablaufen als in den vergangenen Jahren. „Wir wollen kein Kampfsaufen und keine unerträglich laut dröhnende Musik mehr“, sagt Neuöttings Bürgermeister Frank Springer.
Er hatte seine Bürgermeisterkollegen aus den traditionellen Faschingshochburgen Tüßling, Reischach, Emmerting und Mühldorf sowie die Vorsitzenden von deren Faschingsgesellschaften und Vertreter der Polizei und des Landratsamtes Altötting zu einem Gedankenaustausch geladen. „Wir wollen nicht die Faschingsgaudi vermiesen, sondern sie im Gegenteil für das breite Publikum wieder herstellen“, sagt Springer auf Nachfrage des Anzeigers.
Schon unmittelbar nach den Faschingszügen 2006 sei die Überzeugung gereift, dass eingeschritten werden müsse. Bei weitem zu hoch war der Lärmpegel, bisweilen zu unoriginell die Faschingswagen, die statt auf Inspiration und Ideen in erster Linie auf Alkoholkonsum setzten. Diese Missstände seien nicht nur den Verantwortlichen selbst aufgefallen, sondern auch von Bürgern in Briefen, Anrufen oder im persönlichen Gespräch gerügt worden, sagt das Neuöttinger Stadtoberhaupt.

  • Deshalb ist man jetzt aktiv geworden und hat einen Verhaltenskodex erarbeitet, der auf einem Hinweisblatt der Anmeldung zum Faschingsumzug in den Orten beiliegt und der „verbindlicher Bestandteil der Anmeldung ist. Kernpunkte sind: Anordnungen der Ordnungskräfte sowie von Polizei, Feuerwehr und der jeweiligen Faschingsgesellschaft usw. sind strikt Folge zu leisten.
  • Fahrzeuge und Fahrer sowie ein Verantwortlicher müssen bei der jeweiligen Gemeinde-/Stadtverwaltung angemeldet und per Handy erreichbar sein.
  • Es dürfen nur zugelassene Fahrzeuge mit gültigem amtlichen Kennzeichen teilnehmen.
  • Genuss und Ausschank von branntweinhaltigen Getränken aller Art (Schnaps, Alkopops u.ä.) auf den Fahrzeugen bzw. bei den Fußgruppen ist untersagt. Erkennbar Betrunkene werden vom Umzug ausgeschlossen. Alkoholabgabe an jugendliche Teilnehmer ist bis zum Ende des Faschingstreibens untersagt und der Genuss zu verhindern.
  • Leistungsstarke Beschallungsanlagen, die über eine Konserve die Musik übertragen, sind grundsätzlich verboten.
  • Jeder Wagen und jede Fußgruppe, bei dem/der kein „Thema“ zu erkennen ist, wird ausgeschlossen.
  • Verunreinigung durch Verteilung von Altpapier und/oder sonstigen Gegenständen jeglicher Art ist untersagt.
  • Voraussetzung für eine spontane Teilnahme ist die Unterschrift auf der Anmeldung, die noch vor Ort geleistet werden muss.
  • Die Nichteinhaltung der Anordnungen führt zum sofortigen Ausschluss bzw. zur Verhängung von Ordnungsgeld. Eine noch zu bildende Kontrollgruppe mit Vertretern aus allen Faschingshochburgen kann auch die Teilnahme an weiteren Umzügen verbieten.

Frank Springer und seine Bürgermeisterkollegen hoffen auf die Kooperationsbereitschaft der teilnehmenden Gruppen. „2007 ist der Probelauf. Wenn es nicht klappt, müssen wir 2008 härter durchgreifen.“ Es müsse das Ziel aller Beteiligten sein, wieder mehr Qualität zu bekommen und die Faschingsgaudi im traditionellen, ursprünglichen Sinn herzustellen.
Das bestätigt auch Hans Holl, Vorsitzender der Faschingsgesellschaft Tüßling: „Ich finde es gut, dass da endlich etwas unternommen wird.“ Auch er sei schon angesprochen worden, dass es zu laut zugegangen ist bei den Umzügen: „Eltern mit Kindern haben mir gesagt, sie kommen nicht mehr.“ Und dass es kein Bild macht, wenn halbnackte Betrunkene zu wummernder Musik auf überfüllten, unoriginellen Wagen herumstolpern, das sei auch die Meinung aller Faschingsgesellschaften in der Region, die diese neuen Regelungen ausnahmslos mittragen. Holl: „Es geht um den Ruf unserer Umzüge und unseres Faschings.“

Letzte Aktualisierung ( 25.01.2010 )
 

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